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Allergene Buchstaben a–n: die Legende für die Speisekarte richtig einsetzen

Viele Betriebe kennzeichnen Allergene auf der Speisekarte mit hochgestellten Buchstaben oder Zahlen und erklären sie in einer Legende. Das ist zulässig und spart Platz. Hier steht, welche Codes üblich sind, was die Legende enthalten muss und wo die häufigsten Fehler liegen.

Kurz gesagt: Das Gesetz schreibt in Deutschland keinen bestimmten Buchstabencode vor. Verbreitet ist das Muster a–n des Bayerischen Umweltministeriums. Pflicht ist eine gut sichtbare, lesbare Legende, und bei Getreide und Schalenfrüchten muss die konkrete Art erkennbar sein (z. B. a1 = Weizen, h2 = Haselnüsse).

Ist ein Buchstabencode erlaubt?

Ja. Nach § 4 LMIDV dürfen Allergene auf Speise- und Getränkekarten auch über Fuß- oder Endnoten angegeben werden. Die Angabe muss sich auf das jeweilige Gericht beziehen und gut sichtbar, deutlich und gut lesbar sein. Die Legende muss für den Gast vor der Bestellung zugänglich sein, am besten auf derselben Karte.

Das Muster a–n

Das Merkblatt des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz empfiehlt „aus Gründen der Einheitlichkeit und des Wiedererkennungseffektes“ folgende Zuordnung:

CodeAllergen (Anhang II LMIV)
a1 / a2 / a3 / a4Glutenhaltiges Getreide: Weizen (inkl. Dinkel, Khorasan) / Roggen / Gerste / Hafer
bKrebstiere
cEier
dFisch
eErdnüsse
fSoja
gMilch (einschließlich Laktose)
h1 – h8Schalenfrüchte: Mandeln, Haselnüsse, Walnüsse, Cashewnüsse, Pecannüsse, Paranüsse, Pistazien, Macadamia-/Queenslandnüsse
iSellerie
jSenf
kSesamsamen
lSchwefeldioxid und Sulfite (mehr als 10 mg/kg bzw. 10 mg/l, als SO₂)
mLupinen
nWeichtiere

Andere verbreitete Systeme

SystemWoHinweis
Kleinbuchstaben a–n mit UnternummernDeutschland (Muster Bayern)Unternummern a1–a4, h1–h8 lösen die Pflicht zur Art-Angabe
Zahlen 1–14Deutschland, verschiedene MusterZahlen werden oft schon für Zusatzstoffe verwendet. Dann Allergene besser mit Buchstaben, damit nichts verwechselt wird
Großbuchstaben A–N (DIHK-Beispiel)DeutschlandAchtung: andere Zuordnung als das Bayern-Muster (z. B. B = Fisch statt Krebstiere)
Großbuchstaben A–RÖsterreich (Codex-Empfehlung)A Gluten, B Krebstiere, C Ei, D Fisch, E Erdnuss, F Soja, G Milch, H Schalenfrüchte, L Sellerie, M Senf, N Sesam, O Sulfite, P Lupinen, R Weichtiere. Legende-Überschrift: „Allergeninformation gemäß Codex-Empfehlung“

Weil die Systeme unterschiedliche Buchstaben verwenden, ist die Legende auf der eigenen Karte entscheidend. Ein Gast darf nicht raten müssen.

Was muss in die Legende?

So sieht es auf der Karte aus

Schnitzel Wiener Art mit Kartoffelsalat a1, c, g, j
Gemüse-Lasagne a1, c, g, i
Apfelstrudel mit Vanillesoße a1, c, g, h1

Allergene: a1 Weizen, c Eier, g Milch, h1 Mandeln, i Sellerie, j Senf. Beispielwerte zur Veranschaulichung.

Ergibt sich ein Allergen eindeutig aus dem Namen des Gerichts (z. B. „Lachs“ für Fisch), ist laut Merkblatt der Untersuchungsämter Baden-Württemberg keine zusätzliche Angabe zwingend. Im Zweifel trotzdem kennzeichnen.

Häufige Fehler

Codes jeden Tag neu zusammensetzen?

Bei wechselnden Gerichten ist das Zusammensetzen der Codes die Fehlerquelle Nummer eins. AllergenSheet setzt die Codes aus den gespeicherten Gerichten automatisch und druckt die Legende mit. Code-Stile: a–n, A–R, 1–14 oder Kürzel.

Häufige Fragen

Welche Buchstaben sind für Allergene in Deutschland vorgeschrieben?

Keine. Es gibt keinen gesetzlich festgelegten Code. Verbreitet ist das Muster a–n des Bayerischen Umweltministeriums. Wichtig ist eine eindeutige Legende.

Darf ich Zahlen statt Buchstaben verwenden?

Ja. Werden Zahlen bereits für Zusatzstoffe verwendet, sollten Allergene mit Buchstaben gekennzeichnet werden, damit keine Verwechslung entsteht.

Muss die Legende auf jeder Seite stehen?

Eine feste Regel gibt es nicht. Sie muss gut sichtbar und leicht auffindbar sein, sodass der Gast die Codes vor der Bestellung verstehen kann.

Was bedeutet A bis R in Österreich?

Das ist die österreichische Codex-Empfehlung: A Gluten, B Krebstiere, C Ei, D Fisch, E Erdnuss, F Soja, G Milch, H Schalenfrüchte, L Sellerie, M Senf, N Sesam, O Sulfite, P Lupinen, R Weichtiere.

Quellen

Diese Seite ist eine allgemeine Orientierung und keine Rechtsberatung. Im Zweifel fragen Sie Ihre zuständige Lebensmittelüberwachung. Stand: Oktober 2026.

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